Die Stiftung „Zukunft der Arbeit und der sozialen Sicherung“ (ZASS) der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands unterstützt Menschen, die sich für ein solidarisches Miteinander stark machen. Dabei gewinnt die Stiftung ihr Profil mit thematischen Vorhaben und konkreten Projekten, die aus dem Auftrag und der Arbeit der KAB als einer Bewegung für soziale Gerechtigkeit erwachsen.

Menschen bewegen, um Neues anzustoßen und Zukunft sozial gerecht zu gestalten, ist das zentrale Anliegen  der Stiftung ZASS.


Das Projekt „Erfahrung Europa - gemeinsam leben und arbeiten“ (2005 - 2007)
Projekte der Stiftung
Ausgehend von der Überzeugung, dass hinter den klassischen, ausschließlich über den Kopf gesteuerten Bildungsprozessen oftmals ein enormes kreatives Potential schlummert, initiierte und finanzierte die Stiftung „Zukunft der Arbeit und der sozialen Sicherung“ (ZASS) der Katholischen Arbeit-nehmer-Bewegung Deutschlands das Bildungs- und Kultur-projekt „Erfahrung Europa - gemeinsam leben und arbeiten".

Im Rahmen des Projektes wurden dezentral Frauen und Männer generationsübergreifend aus der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und verschiedenen anderen Sozialverbänden, aber auch freie Erwachsenenbildner/innen und Studierende der Fachrichtung „Sozialarbeit“ geschult, mit kreativen Methoden ihre Erfahrungen mit Europa in ihren Lebenswelten und (Grenz-)Regionen zu erarbeiten, medial umzu-setzen und zu einem „Gesamt-Event“ zu formieren.

Angeboten wurden vier Ausbildungsschwerpunkte: Film, Form & Farbe, Improvisationstheater sowie Video. Dabei waren Kunst und Kreativität nie Selbstzweck, sondern Medien und Mittler auf dem Weg, komplexe gesellschaftliche Zusammenhänge ganzheitlich erfahrbar zu machen und Grenzen auch im eigenen Lernen zu überwinden (Preiskategorie „Raum und Zeit“). Neben einem Informationstag umfasste die Ausbildung vier Wochenend- und zwei Wochenkurse in den Jahren 2007 und 2008. Dem Thema Europa kam dabei ein besonderer Stellenwert zu. Wir leben Europa - mehr oder weniger bewusst, mehr oder weniger positiv, in grenznahen Regionen anders als in grenzfernen. Inhaltlich wollte das Projekt für das Thema Europa sensibilisieren und die Erfahrungen des gemeinsamen Lebens und Arbeitens in Europa bewusst und öffentlich machen.


Eine Projektbegleitung sowohl methodisch wie auch inhaltlich war über den gesamten Ausbildungszeitraum sichergestellt, so dass auch zwischen den Ausbildungsblöcken AnsprechpartnerInnen zur Verfügung standen. Durch die Ausbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren konnte ein „Schneeballeffekt“ erzielt werden, der bundesweit in den Regionen weitere Personen und Gruppen zur Projektmitarbeit ermutigte. Die einzelnen 32Teilprojekte, die ab 2008 bis 2009 realisiert und abgeschlossen wurden, wurden in das Gesamtprojekt „Erfahrung Europa“ integriert, indem ein Veranstaltungsdesign erstellt wurde, das es ermöglichte, die erarbeiteten „Medien“ vor Ort und dezentral einzubringen. Dezentralität und „Zentralität“ wurden gemeinsam bereits im Ansatz des Projektes und in der Durchführung verfolgt, um eine „Gegenreportage“ oder „Ergänzung“ zu den medialen und politischen Bestandsaufnahmen zu Europa zu erstellen. Anknüpfungspunkte für das Projekt ergaben sich in verbandlichen Aktivitätsbereichen, in denen bereits „Kulturarbeit“ im Mittelpunkt stand.

Aufbau und zeitlicher Ablauf des Projektes

Das Projekt wurde von einer Projektleitung der Stiftung ZASS geleitet, die auch für die inhaltliche Arbeit  verantwortlich zeichnete. Die methodische Projektschulung in den vier benannten Kreativbereichen wurde von vier  externen Fachreferent/innen durchgeführt. Das Projekt gliederte sich in vier grundlegende Phasen, die in einzelne Schritte unterteilt waren.

In einer Vorlaufphase wurde das Projekt auf Veranstaltungen, durch einen Informationsflyer und das Internet beworben. Zeitnah schloss sich die Durchführungsphase an. In der von vier Fachreferent/innen und der Projektleitung durchgeführten Projektschulung ging es um die Vermittlung von europarelevanten Inhalten und von Grundlagen des schöpferischen Einsatzes visueller Medien aus den Bereichen „Fotografie“, „Theater“, „Videofilm“ und „Form & Farbe“ und deren Didaktik sowie um praxisbezogene Impulse aus dem Kultur- und Projektmanagement. Die Umsetzungsphase regionaler Teilprojekte begann bereits während der Durchsetzungsphase. Dabei reichte das Spektrum von Antworten auf rechtliche Fragen über  das Erstellen einer Pressemappe bis hin zur Klärung des notwendigen technischen Supports. Bereits während der Durchführung der Workshops konnten so viele Ideen für Teilprojekte vor Ort  in die Umsetzungsphase „überführt“  werden. Bei der Planung und Beratung der regionalen Teilprojekte zeigte sich, dass das Interesse an der Umsetzung in den Regionen groß war. Vorgesehen war von Anfang an eine durchgehende Beratungsphase . Neben der persönlichen Beratung und Vernetzungstreffen gab es telefonische Beratungen und es wurde ein Internet-Forum eingerichtet, um einen Austausch über das Projekt auf breiter Basis zu gewährleisten. Der Internetauftritt des Projektes wurde ständig aktualisiert und von den Beteiligten regelmäßig eingesehen.

Es folgte die bundesweite Durchführung der Teilprojekte vor Ort. Zur Durchführung der Teilprojekte wurden konkrete Vereinbarungen getroffen, die als Rahmensetzung für die Teilprojekte dienen. Neben der Durchführung mussten die Teilnehmer/innen ihre Arbeit in Bild und Wort dokumentieren und Projektberichte erstellen. Das Ziel, über die Multiplikatoren „Untergruppen“ zu bilden, ist erreicht worden. Insgesamt wurden 32 Teilprojekte mit unterschiedlichsten Zielgruppen erfolgreich abgeschlossen. Bedingt durch die Zielgruppen gab es recht unterschiedliche, durch die jeweilige Situation geprägte thematische Zugänge.

Gemeinsam war den meisten die Beleuchtung der persönlichen Situation und der sozialen Lage in Europa. Wie geht es den Familien in Europa? Was glaubt Europa? Wie klappt das Miteinander verschiedener Kulturen in Deutschland? Was bedeutet es für die Betroffenen, sich illegal in Europa aufzuhalten? Was heißt gute Erwerbsarbeit in Europa? Daneben gab es auch Projekte, die stärker den kulturellen Aspekt thematisiert haben: Reisen in Europa, Heimatwechsel und ganz praktisch „Europa in meiner Küche“. Gemeinsam ist allen, dass die Teilnehmenden sich mit Begeisterung auf die verschiedenen kreativen Methoden  und das Thema eingelassen haben. Es gab eine sehr hohe Motivation weit über das Erwartete weiterzuarbeiten und mit anderen das Thema Europa zu gestalten. Festzuhalten ist in diesem Zusammenhang besonders, dass Menschen erreicht und zur Mitarbeit ermutigt wurden, die zu den klassischen Angeboten der politischen Bildung nicht kommen würden. Eine Beschreibung aller Teilprojekte findet sich in der Broschüre „Die Praxis von Kunst und Kultur in der politischen Bildung“, Köln 2009.Die Ergebnisse der Teilprojekte wurden alle regional vorgestellt. Diese Präsentation der Teilprojekte war bereits Teil de Veranstaltungsphase. Im November 2009 konnten alle Ergebnisse in einer großen Veranstaltung in Köln gezeigt werden. Dem voraus gingen Ausstellungen in Freiburg, Erfurt, Köln, Herzogenrath und im Europäischen Parlament in Straßburg.

Was bleibt? - Erfahrungen aus dem Projekt

Die Begeisterung für politische Themen muss vermittelt werden - und dies gelingt gerade auch durch solche Bildungsprojekte. Europa konkret statt Europa abstrakt führt zu mehr Verständnis für den andere n und  hilft Grenzen zu überwinden. Die Resonanz auf das Projekt war bei allen Beteiligten, aber auch bei den Besuchern der Veranstaltungen und Ausstellungen sowie in der Presse sehr positiv. Die Ergebnisse sind in der Veränderung der Bildungsarbeit bis heute in der KAB aber auch darüber hinaus nachhaltig sichtbar. Es wird anders gearbeitet. Der Einsatz kreativer Methoden in der politischen Bildungsarbeit - besonders was die Bearbeitung klassischer politischer Themen betrifft - führt zu beachtlichen, wenngleich auch für viele zu ungewohnten Ergebnissen. Da sind auf der einen Seite die sichtbaren Ergebnisse und auf der anderen Seite die (zumindest zunächst) unsichtbaren - Lernerfolge im praktischen Tun, Veränderungen des Zugangs zur eigenen kreativen Wahrnehmung der Welt, die Anwendung neuer Methoden in der eigenen Bildungspraxis.
Ich engagiere mich für die
Stiftung ZASS, weil...
... die Stiftung eine zusätzliche Plattform bietet, um einen Diskurs über gesellschaftliche Fragen anzustoßen, und die Positionen, die der Verband hat, dort abge-
geglichen und in den Blick ge-
nommen werden.
Ich engagiere mich für die
Stiftung ZASS, weil...
... wir durch die Stiftung ZASS noch mehr Menschen in unserer Bewegung für soziale Gerechtig-
keit erreichen.
Helga Franz
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... unsere Stiftung ZASS der KAB ermöglicht, ihre Positionen ohne verbandliche Zwänge zu vertiefen und spannende Projekte und Initiativen zu unterstützen.
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